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„Tensegrity“ nennt sich ein ausgefeiltes Konstruktionsprinzip zur Stabilisierung von Systemen, welches auf dem Ausgleich von Druck- und Zugkräften basiert. Architektonisch zur Anwendung gebracht, ermöglicht es die Realisierung von künstlerisch anmutenden, räumlichen Strukturen, die sich scheinbar jeglicher Schwerkraft entziehen. Ein musterhaftes Beispiel für dieses Verfahren ist die mit Seele Know-how ermöglichte stützenfreie Überdachung eines neuen Radsportzentrums im schweizerischen Aigle.
Die ellipsenförmige Membranüberdachung – mit einer Achsenlänge von 70 bis 90 m und einer Gesamtfläche von ca. 5.000 m2 – wird durch eine filigrane Stahlkonstruktion getragen, die ein imposantes Raumfachwerk bildet. Klar in Druck- und Zugelemente gegliedert, kommt es ohne biegesteife Verbindungen aus und lässt auf diese Weise eine faszinierende Irritation unserer Sehgewohnheiten und Vorstellungen von statischen Gleichgewichten entstehen. Das Membrandach selbst besteht aus zwei Schichten PES/PVC-Gewebe und stellt eine der größten pneumatischen Strukturen dieser Art dar. Durch eine sensorgesteuerte Veränderung der Druckverhältnisse zwischen den Membranschichten reagiert es flexibel auf die jeweils herrschenden klimatischen Außenbedingungen.
Architekt: Grand Architects, Lausanne
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