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Wie ein überdimensionaler kristalliner Bücherstapel ragt die neue Central Library aus dem Zentrum von Seattle. Das innovative Architekturkonzept von Rem Koolhaas vereint auf signifikante Weise Ästhetik und Funktionalität. Der 11-stöckige Bibliotheksbau mit seinem kubisch-gefalteten Baukörper gliedert sich in fünf zueinander versetzte, mehrgeschossige Gebäudeteile. Jedes einzelne Element definiert dabei einen nutzungsbedingten Bibliothekscluster. Unterstützt durch die transparente Fassadenkonstruktion von Seele entstanden durch diese Anordnung lichtdurchflutete und verschattete Bereiche mit spektakulären Ausblicken auf die Stadt.
Wesentliches Kriterium für die Auftragsvergabe war vor allem das konstruktive Durcharbeiten des Architektenkonzepts. Die ungewöhnliche Geometrie des Gebäudes – vertikale Außenflächen verschmelzen mit nach innen und außen geneigten Teilfassaden – bedeutete höchste Anforderungen an die Detaillierung und Montage der 11.900 m2 umfassenden Außenhaut. Auf die aus Stahlträgern bestehende Sekundärstruktur wurde die eigentliche Fassade aus eloxierten Aluminiumprofilen aufgebracht. Die Rautenform der erdbebensicheren Stahlstruktur gibt der Fassade ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.
Architekt: OMA Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam
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