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Glasstec 21.10.-25.10.2008

Ein leichtes, fahrbares und freitragendes Dach ermöglicht der bekannten Bühne jetzt einen wetterunabhängigen Spielbetrieb – ohne das ‚Freilichtgefühl’ zu beeinträchtigen.

 

Die ca. 630m² große Dachschale überspannt die Bühne in einer freien Breite von 41m. Am Fußpunkt misst die Konstruktion 10m und verbreitert sich in ihrer nach oben ausladenden Form bis zu rund 14,5m am Scheitelpunkt des Daches. Besondere Konstruktionsmerkmale helfen dabei, das Gesamtgewicht mit rund 35t erstaunlich gering zu halten, denn das gesamte Dach kann auf gekrümmten Schienen über eine Strecke von 46m bis zur Parkstation über dem Bühnenhaus verfahren werden. In dieser Position ist es dann von keinem der Zuschauerplätze aus mehr zu sehen.

 

Die Dachschale baut auf einem senkrechten und einem schräg gestellten Doppelrohrbogen auf. Diagonal eingebaute Rohrscharen in zwei Ebenen sind an den Kreuzungspunkten verbunden und mit quer laufenden Seilen unterstützt.

 

Die Außenseite ist mit einem federnd gelagerten Edelstahlnetz eingedeckt. Dies dient nicht nur zur Aufnahme der Schneelasten, sondern auch akustisch als Regenzerstäubung. Als wasserführende Schicht kommt innen eine ETFE-Membran mit Punkthaltern im Feld und mit Klemmleisten am Rand zum Einsatz. Durch Trichter und Speier wird das Wasser dann an den vier Fußpunkten abgeleitet.

 

Architekt/Statik: ARGE Jabornegg Pàlffy-Wagner, Wien