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Glasstec 21.10.-25.10.2008

Architektonische Konstruktionen aus Stahl und Glas bieten vielfältige Möglichkeiten, Gebäuden einen neuen, unverwechselbaren Charakter zu verleihen. Die Erweiterung der Bremer Universität um ein großflächig verglastes Entree zeigt dies auf prägnante Weise. Das 15 m hohe, in seiner Transparenz und Formgebung wie eine Flughalle wirkende Glashaus verwandelt den ehemals düsteren Zentralbereich in einen offenen und hellen Ort des Übergangs und der Begegnung. Auf diese Weise entstand mit Seele-Know-how ein modernes Raumarrangement, ein zeitgemäßer baulicher Kontrast zu den eher wuchtigen Betonstrukturen des Baubestandes.

 

Herausragende Besonderheit der neuen Glashalle ist die gedämpfte, vertikal vorgespannte Drahtseilfassade mit ihrer intelligent minimierten Konstruktion – die erste ihrer Art in Deutschland. Die Hauptfassade ist im Abstand von ca. 2 m mit 39 Seilen vom Dachrand bis zum Boden versehen. Die Seile dienen zur Befestigung der Klemmhalter für die Fassadenverglasung und sind am Fußpunkt mit Kipp- und Stehfedern gedämpft. Eine technische Raffinesse, die eine dynamische Bewegung der gesamten Fassade um bis zu 70 cm erlaubt und bei Sturm den Eindruck von einem nach innen bauchenden Segel entstehen lässt. Die Fassadenlasten werden von einem Dachrost aufgenommen und über V-förmige Stützen abgetragen.

 

Architekt: Alsop & Stoermer Architects, Hamburg